Zins und Rendite

 

Im Kaptialismus gibt es für Geld, dass ein Geldgeber

Privatpersonen oder Unternehmen zur Verfügung stellt,

Zinsen. Zwar zeigen die Jahre 2016 und 2017, dass

auch Negativzinsen auftreten können. Im Normalfall

erhält der Geldgeber aber Zinsen auf Basis eines

Zinssatzes für zur Verfügung gestelltes Kapital.

Auch für die zeitliche Nutzung von Gütern oder Waren

erhält der Eigentümer einen Zinsen. Denken wir hier

zum Beispiel an den so genannten Mietzins, der für

die Nutzung von Wohneigentum bezahlt werden muss.

Bei dem guten alten Sparbuch zum Beispiel (die Älteren

unter uns werden sich sicher noch daran erinnern,

auch für ein Sparbuch mit zeitlicher Festlegung anständige

Zinsen erhalten zu haben) entspricht der Zins, der für

eine Laufzeit festgelegt wird oder wurde, exakt der

Rendite, die der Anleger erhält.

Doch ist Zins und Rendite in den seltensten Fällen

äquivalent, so wie hier beim Sparbuch vergangener

Zeiten.

Oftmals unterscheidet sich der Zins, den ein Finanzprodukt

für den Anleger bereit hält, von der Rendite, die er durch

Kauf des Finanzprodukts erhält.

Beispiel Anleihen:

Bei Auflegung einer Anleihe (zum Beispiel eine Unternehmensanleihe) bringt das Unternehmen diese mit einer festenVerzinsung über die Laufzeit heraus. Als Beispiel nehmen wir hier eine jährliche Verzinsung von 5 % an. Der erste handelbare Kurs der Aktie an der Börse sei genau 100 Euro. Dann stimmen für diesen Moment auch hier noch Verzinsung und Rendite überein. Doch die allgemeine Zinslandschaft unterliegt einer täglichen Veränderung. Mit der Veränderung der Zinslandschaft verändert sich auch der Wert der Unternehmensanleihe. So kann es durchaus vorkommen, dass folgende Konstellation erreicht wird:
Die Anleihe schüttet nach wie vor formal 5 % auf die ursprünglichen 100 Euro aus. Jedoch steht der Kurs der Anleihe an der Börse bei inzwischen 125 Euro (möglich durch gesunkene allgemeine Zinsen, die am Markt erhältlich sind). Dadurch steht der Zins bei 5 %, aber die Rendite für den Anleger, der zu 125 Euro kauft, nur bei 4 %.

 

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