Das EFKR-Modell

 

Vorbemerkung:

Um es gleich vorweg zu nehmen. Das EFKR-Modell bleibt in seiner umfassenden

Berechnungsmethode mein Betriebsgeheimnis. Doch möchte ich einige

Grundüberlegungen zum EFKR-Modell hier veröffentlichen:

Der Name EFKR-Modell ist ein Kunstname. Er kürzt das ab, wofür das EFKR-Modell

steht, nämlich das Eigen- und Fremdkapitalrendite-Modell.

Das EFKR-Modell gehört zu den so genannten statistischen Multiplikatorverfahren,

bei denen nur die bereits vorhandenen Überschüsse einer abgelaufenen Zeitperiode

berücksichtigt werden.

Es unterscheidet sich daher von den bekannten Diskontierungsmodellen, die vor allem

zukünftige Gewinne der nächsten Jahre abzuschätzen versuchen, um aus diesen Werten

Unternehmensbewertungen vorzunehmen.

Vorgehensweise im EFKR-Modell:

Nach erfolgter Anpassung der Unternehmenssteuerquote und der Bereinigung des Jahresüberschusses

um einmalige Sondereffekte wird ein Bezug hergestellt zwischen dem bereinigten Jahresüberschuss

und der Bilanzsumme des Unternehmens. Dies ist notwendig, um einen Grad der Effektivität des im

Unternehmens eingesetzten Kapitals quantitativ zu messen.

Es interessiert in diesem Gedankenmodell also nicht (beziehungsweise nur untergeordnet), wie viel

Eigenkapital und/oder Fremdkapital das Unternehmen bilanziell ausweist, sondern wie effektiv es mit

dem zur Verfügung stehenden Kapital umgeht.

An einem Beispiel (bitte hier klicken) soll verdeutlicht werden, warum diese Überlegung ungemein

wichtig erscheint.


Nachdem in den ersten Schritten die Effektivität des im Unternehmen eingesetzten Kapitals "gemessen"

wurde, wird nun in einem zweiten Schritt die Bilanzstruktur des Unternehmens untersucht. Es werden

dabei Fragen nach der absoluten Höhe des bilanzierten Eigenkapitals, eventuell vorhandener

Minderheiten(anteile), der absoluten Höhe des Fremdkapitals, der Eigenkapitalquote und der

Fremdkapitalquote gestellt und entsprechend im EFKR-Modell gewürdigt und eingearbeitet.

An dieser Stelle erscheint es mir wichtig, den Unterschied zwischen einem fiktiven Unternehmen,

welches idealisiert mit 100 % Eigenkapital wirtschaftet, gegenüber einem Unternehmen, welches

mit idealisiert 100 % Fremdkapital wirtschaftet, hervor zu heben.

Dazu wieder ein Beispiel (bitte hier klicken).


Nun haben wir uns in den ersten beiden Schritten im Wesentlichen um das Unternehmen selbst,

seiner Profitabilität und seiner Kapitalstruktur gekümmert. Dies ist auch richtig und notwendig. Doch

stehen diese Daten natürlich nicht einfach so im luftleeren Raum. Unternehmensdaten und damit

auch der Unternehmenswert müssen natürlich eingebettet werden in die am Kapitalmarkt

bestehende und vorherrschende Zinslandschaft. Denn jede Aktienanlage, jede Unternehmensinvestition

steht in Konkurrenz zu einer möglichen Alternativanlage der gleichen Summe an Geld am Zinsmarkt.

Sei es nun das klassische Sparbuch, das Festgeld, das Tagesgeld, die solide geratete Staatsanleihe,

ein Bundesschatzbrief, der Mietzins, die durchschnittliche Dividendenrendite der wichtigsten

börsennotierten Aktiengesellschaften eines Landes oder Ähnliches. Zur prinzipiellen Vorgehensweise

bei der Einbettung der Unternehmensgewinne in die bestehende Zinslandschaft (bitte hier klicken).

Wir alle haben inzwischen feststellen "dürfen", dass Staatsanleihen, auch diejenigen der USA oder der

Länder der EU, keineswegs so sicher sind, wie uns bis dato gerne vermittelt wurde. Von daher tragen

auch diese Finanzprodukte ein gewisses Ausfallrisiko. Genau wie übrigens auch Aktien. Dennoch denke

ich, dass es richtig ist, für ein Einzelunternehmen grundsätzlich ein höheres Ausfallrisiko anzusetzen

als für gut bewertete (gut geratete) Staatsanleihen. Denn meistens haben Volkswirtschaften und

die jeweiligen Notenbanken weit größere Möglichkeiten, eine Pleite abzuwenden, als ein einzelnes

Unternehmen. Daher sollte das Risiko bei Unternehmen (Aktien) größer angesetzt werden als bei

Staatsanleihen. Wie und in welcher Abstufung lesen Sie hier.

Nachdem auf Basis der von Ihnen gelieferten Daten alle zuvor skizzierten 4 Schritte des

EFKR-Modells durchlaufen sind, errechnet sich ein Unternehmenswert. Wie Sie diesen

Unternehmenswert in Ihre Anlageentscheidungen integrieren können, lesen Sie unter

dem Menupunkt "Aussagekraft EFKR-Modell".

 

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