effektiver Kapitaleinsatz

 

Stellen Sie sich einmal vor, Sie kennen eine Gründerperson sehr gut, die vor

einiger Zeit eine Gaststätte gegründet hat. Nach einer gewissen Zeit stellen Sie

dieser Person die Frage: "Und, läuft der Laden?".

Was erwarten Sie nun, vorausgesetzt der Gründer würde Ihnen offen und

wahrheitsgetreu die Frage beantworten, als Antwort?

Ist Ihre Erwartung nun, dass der Gründer Ihnen akribisch auflistet, wie viel er

für das Inventar der Gaststätte (zum Beispiel Tische, Stühle, Ausschankbereich etc.)

bezahlt hat und wie viel dieses Inventar jetzt noch wert ist?

Wenn ja, herzlich willkommen in der Unternehmensbewertung via Buchwert (bilanziertes

Eigenkapital).

Oder wollen Sie nicht sehr viel mehr vom Gründer wissen, ob er von der Gaststätte

leben kann und ob sich seine Investitionen für den Aufbau der Gaststätte rechnen?

Nehmen wir weiter an, der Gründer hätte 100.000 Euro in den Aufbau der Gaststätte

an Eigenmitteln gesteckt und würde jeden Monat vor Steuern im Durchschnitt 4.000 Euro

verdienen, so könnte die Frage "Und, läuft der Laden?" wohl bejaht werden können.

Hätte der Gründer jedoch 2 Millionen Euro in eine Gaststätte investiert, würde jeden Monat

vor Steuern aber nur 1.000 Euro verdienen, so könnte die Investitionssumme von

2 Millionen Euro auf einer Bank risikoärmer mehr Gewinn (Zinsen) erbringen.

Obwohl auch hier ein positiver Ertrag anfällt, dürfte hier die Frage

"Und, läuft der Laden?" nicht mehr uneingeschränkt mit "Ja" beantwortet werden.

Sie sehen, jeder Unternehmensgewinn, der in einen luftleeren Raum gestellt wird, hat

kaum eine Aussagekraft. Diese ergibt sich erst durch den Vergleich zwischen

Unternehmensgewinn und der Bilanzsumme und Bilanzstruktur des Unternehmens.

Und genau dies passiert im EFKR-Modell als einer der ersten Schritte.

 

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